Projekt QBSC
Das Nachfolgenavi
Nachfolgenavi - QBSC


Ziel
des Projektes ist es, Unternehmensnachfolgen für Übergeber, Übernehmer und Finanzierungspartner transparenter zu machen. Da die Übergabe eines Unternehmens immer einen Bruch in der Kontinuität des Unternehmens darstellt, erwachsen aus diesem auch Risiken, die den Fortbestand des
Unternehmens gefährden können. Dieser Bruch ist umso größer, wenn das Unternehmen nicht innerhalb der Familie weitergegeben, sondern an eine externe Person übergeben wird. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass es bei externen Nachfolgen deutlich häufiger zu Problemen bei der Fortführung des Unternehmens kommt. Ausgehend von dieser Überlegung wurde nun in einem zweistufigen Verfahren nach Ursachen für Probleme bei Übergaben und nach Hinweisen auf Determinanten für erfolgreiche Übergaben gesucht. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde dann ein System entwickelt, mit dem diese Erkenntnisse bei Unternehmensnachfolgen berücksichtigt werden.





Der Analyse liegt die Idee zugrunde, das Instrument der Balanced Scorecard (BSC), das seit vielen Jahren im Rahmen des strategischen Managements in der betrieblichen Praxis eingesetzt wird, für den Geschäftsvorfall der Unternehmensnachfolge einzusetzen. Für diese Aufgabe musste das Modell der BSC allerdings grundlegend weiterentwickelt werden, um das gesteckte Ziel erreichen zu können. So wurde eine Anwendung geschaffen, die bereits vor der geplanten Übergabe den prognostizierten Fit zwischen Übergeber und Übernehmer prüfen soll und nach der Übergabe dem Nachfolger als Leitlinie und Entscheidungshilfe dienen kann.





Das Ergebnisbild, das am Ende der Untersuchung vom System ausgegeben wird, ist anhand der vier Perspektiven der Balanced Scorecard - Finanzen, Kunden, Prozesse und Mitarbeiter - differenziert und in Abhängigkeit der individuellen Prioritäten gewichtet. Dies stellt die Ergebnisebene für den Fit zwischen Übergeber und Übernehmer dar. Vorgelagert sind zwei Detailanalysen, von denen sich die erste auf das Unternehmen und den Übergeber und die zweite auf den potenziellen Übernehmer bezieht. Anhand dieser Analysen kann dann eine Einschätzung abgeleitet werden, ob die geplante Übernahme aus der Sicht des Modells entweder als positiv, also als unproblematisch eingestuft werden kann, als neutral, also zwar mit Problemen behaftet, aber mit entsprechenden Begleitmaßnahmen lösbar erscheinend, oder ob die Übergabe negativ und damit als zu problembehaftet
angesehen werden muss, um ohne Weiteres durch Maßnahmen behoben werden zu können. Durch die Detailanalysen von Übergeber und Übernehmer besteht anschließend meist die Möglichkeit, Handlungsprogramme abzuleiten, um die aufgedeckten Probleme aktiv angehen zu können.





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